Wege und Karten

Der Obere Donau Gau mit seinen Ortsgruppen betreut 1042 km Albvereinswege, 1150 km Rundwanderwege und 6 Lehrpfade.
Im Oberen Donautal sind sehr viele steile Aufstiege, die eine jährliche Pflege notwendig machen.
Durch das Gaugebiet verläuft der Hauptwanderweg 2, Südrandlinie.
 Beim Wegebau im Donautal

Die Rundwandwege gehen von 75 Wanderparkplätzen aus. An jedem Wanderparkplatz steht eine Orientierungstafel, die vom Schwäbischen Albverein entwickelt und von den Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Obere Donau finanziert wurde. Die Rundwanderwege sind mit weißen Zahlen auf schwarzen Grund gekennzeichnet.

Durch Flurbereinigungen und Straßenbaumaßnahmen sind ständig Wegverlegungen notwendig. Der Gauwegmeister ist gezwungen neue Wege zu erkunden und anzulegen. Alle markierten Wege sind dem Landesvermessungsamt zu melden, damit sie in die Wanderkarten eingetragen werden können.

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Wanderwege im Inzigkofer Park

Die Naturparkkarte deckt große Teile des Wandergebietes ab.

Der Qualitätsweg
In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Obere Donau wurde in den letzten zwei Jahren der Qualitätsweg „ Donau -Zollernalb“ entwickelt und markiert. Die Finanzierung des Weges übernahmen die Gemeinden und die Landkreise Sigmaringen und Zollernalb. Am 17. Januar 2009 erhielten die Landkreise die Zertifizierungsurkunde bei der CMT in Stuttgart.

Im Frühjahr 2006 wurde die Streckenlinie festgelegt und die Erkundung begonnen. . Der Weg sollte von Tuttlingen Donau abwärts nach Sigmaringen, Lauchert aufwärts nach Gammertingen, über die Hochalb ins Schmeiental verlaufen; von dort am Nordrand der Alb über Lochenstein, Plettenberg und Lemberg zurück nach Tuttlingen. Es sind knapp 220 Kilometer.

Die Touristikgesellschaft Donaubergland verwirklichte als erste den Qualitäts- Wanderweg im Kreis Tuttlingen, markierte im Frühjahr 2007 den 58 Kilometer langen „Donaubergland-Weg“. der im Januar 2008 das begehrte Zertifikat erhielt.

In den Landkreisen Sigmaringen und Zollernalb wurden im Frühjahr 2007 die Bestands-erheber geschult und mit den Qualitäts-Kriterien des Deutschen Wanderverbands für die Ausweisurig des Qualitäts-Wanderwegs vertraut gemacht. Dann nahmen sie die Erkundung des Weges vor. Der ursprünglich vorgesehene Weg musste des Öfteren geändert werden, um den vielen Kriterien zu entsprechen. Wichtig ist zum Beispiel, dass befestigte Wege weitgehend vermieden werden. Bevorzugt werden naturnahe Wege und Pfade, Waldwege und Wiesenwege. Nur 20 Prozent des Gesamtweges dürfen asphaltiert sein. Aussichtspunkte, Stille; Wechsel von Landschaftsformen und kulturelle Sehenswürdigkeiten wirken sich positiv im Punktesystem der 23 Kriterien aus.

90 Prozent des qualifizierten Wanderweges verlaufen auf bisherigen Albvereins-Wegen. Der Schwäbische Albverein hält bereits seit 100 Jahren diese Wege instand und hat sie mit eigenen Tafeln markiert. Es handelt sich also nicht um neue Wege, sondern um eine neue Beschilderung. Das Symbol für den Qualitätswanderweg ist ein farblich geteilter Kreis: Die untere Hälfte ist blau und stellt die Donau dar, die obere Hälfte ist grün und stellt den Wald dar. Rund 3000 solcher Wegzeichen wurden auf dem 160 Kilometer langen Weg, der in den Landkreisen Sigmaringen und Zollernalb liegt, an Bäumen und Pfosten angebracht. Also mindestens 15 Schilder pro Kilometer. Hinzu kommen über 700 Wegtafeln an etwa 350 Standorten. Die Standorte wurden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Naturpark Obere Donau und dem Schwäbischem Albverein festgelegt. Die Mitarbeiter der betroffenen kommunalen Bauhöfe haben die Pfosten gesetzt.

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Auf den Wegtafeln sind neben dem Symbol des „Donau- Zollernalb- Wegs“ der Name und die Höhe des Standortes angegeben. Zudem stehen immer Schwäbischer Albverein und Naturpark Obere Donau drauf. Außerdem sind der Name des nächsten Standorts und das Tagesziel verzeichnet. Piktogramme weisen auf Gaststätten, Übernachtungsmöglichkeiten und Bus- und Bahnverbindungen hin. Jede Tafel ist sozusagen ein Unikat, dementsprechend war auch die Vorarbeit für die Herstellung der Tafeln außerordentlich aufwändig. Die logistische Arbeit übernahm Gerhard Teuscher aus der Ortsgruppe Meßkirch in Zusammenarbeit mit den Vertretern des Naturparks Obere Donau. In einem Kraftakt wurde noch im Herbst 2008 die Markierung vorgenommen. Die Abnahme des Qualitätsweges erfolgte in den Monaten November/ Dezember, so dass die Zertifizierung erfolgen konnte.

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Der Weg muss alle drei Jahre nachzertifiziert werden, der Schwäbische Albverein ist bereit, die Markierung instand zuhalten. Die Pflege obliegt den Gemeinden. Auf der Schwäbischen Alb ist dies der erste Qualitätsweg Wanderbares Deutschland.

Der Schwäbische Albverein hat allein im Kreis Sigmaringen .über 1000 ehrenamtliche Stunden für Erkundung und Markierung geleistet. Wir hoffen, dass dieser Weg gut von den Wanderern angenommen wird.

Hohenzollernweg
Der Schwäbische Albverein arbeitet mit dem Verein „Hohenzollernstrasse“ sehr eng zusammen. Eine Rundwanderung “ Zollernweg“ wurde von den Gauwegmeistern erkundet und beschrieben. Er kann in 11 Tagen erwandert werden:

1. Tag Glatt – Haigerloch

2. Tag  Haigerloch – Hechingen

3. Tag Hechingen – Killer

4. Tag Killer – Gammertingen

5. Tag Gammertingen – Sigmaringen

6. Tag Sigmaringen – Thiergarten

7. Tag Thiergarten – Beuron

8. Tag Beuron – Meßstetten

9. Tag Meßstetten – Schömberg

10. Tag Schömberg – Rosenfeld

11. Tag Rosenfeld – Glatt

Der Hohenzollerweg wurde vom Schwäbischen Albverein im Sommer 2004 markiert.

Jakobsweg
Der Schwäbische Albverein – Oberer Donau Gau hat zusammen mit dem Landratsamt Sigmaringen einen Jakobsweg von Gammertingen über Sigmaringen, Meßkirch, Kloster Wald nach Pfullendorf ausgearbeitet.

Zuständig für die Wanderwege ist der Gauwegmeister:

Wolfgang Grandy,Hohe Warte 20, 72488 Sigmaringen, Tel.: 07571/3273

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