Brauchtum und Kultur

Historisches Brauchtum wird in den Ortsgruppen stark gepflegt. An den ööffentlichen Veranstaltungen wie Funkenfeuer, Ostereiersuchen, Maibaumsetzen, Sonnwendfeier, Waldweihnacht nimmt die Bevölkerung teil.

Feierliche Eröffnung des Frohnstetter Heimatmuseums am 05.11.2017

Riesengroß waren das Interesse und der Zuspruch der Bevölkerung bei der feierlichen Eröffnung des Frohnstetter Heimatmuseums des Schwäbischen Albvereins. Zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit um sich die verschiedenen historischen Exponate aus der Frohnstetter Heimatgeschichte von dem Museumsgründer und Albvereinsmitglied Hubert Sessler im Detail erklären zu lassen. Zuvor hatte Gemeindereferentin Elke Gehrling das Heimatmuseum feierlich gesegnet und seiner offiziellen Bestimmung übergeben. In dem vorangegangenen  Festakt wurde der Museumsgründer mit hochkarätigen Auszeichnungen gewürdigt. Der Obmann des Oberen Donau Gaus, Claus Bayer, hob in seiner Laudatio die 40-jährige  Vereinstätigkeit von Hubert Sessler sowohl als Streckenpfleger wie auch als Kulturwart der OG Frohnstetten hervor. Das neue Heimatmuseum bildete jetzt die verdiente Krönung seines unermüdlichen Schaffens. Für seinen herausragenden Einsatz  für den Albverein wurde er mit der höchsten zu vergebenden Auszeichnung des Gesamtvereins, dem Ehrenschild, honoriert.

Robert Stehle

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Zum Osterfest 2017 schmückt wiederum ein kunstvoll gestalteter Osterbrunnen des Albvereins den Dorfmittelpunkt an der Hilb in Frohnstetten. Viele fleißige Frauen der Handarbeitsgruppe von Erika Bantle haben in gemeinsamer Arbeit aufwändige Kränze aus Thuja, Buchs und Efeu geflochten, die anschließend am Brunnen angebracht und mit bunten, handbemalten Eiern verziert wurden.

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Kürbisgeisterschnitzen beim Frohnstetter Albverein

Einen vollen Erfolg landete die Familiengruppe „Albkids“ des Frohnstetter Albvereins mit
ihrer Aktion „Kürbisgeisterschnitzen für Halloween“ in der großen Vereinsstube im alten Rathaus. Leiterin Sabrina Breithaupt freute sich, dass 30 Kinder die Gelegenheit nutzten, mit Hilfe von Eltern und Geschwistern die bereitgestellten Kürbisse auszuhöhlen und ihnen ein möglichst gruseliges Gesicht zu schnitzen. Mit Feuereifer wurde gewerkelt und  ausprobiert, bis dann am Schluß ein flackerndes Licht in den fertigen Kürbis gestellt wurde. Am Ende präsentierten alle stolz ihre Kürbisgesichter, wobei die drei originellsten am Ende der Veranstaltung sogar mit einem kleinen Preis prämiert wurden.

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Volkstanz wird in den Ortsgruppen Bittelschieß, Mengen, Ostrach und Sigmaringen gepflegt. Die Volkstanzgruppe Sigmaringen trägt seit 1987 eine historische Tracht, die sie zum Teil selbst hergestellt hat.
Die Volkstanzgruppen proben öfters gemeinsam und hatten in den letzten Jahren immer wieder Auftritte.
Volkstanzgruppe Sigmaringen
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Die Ortsgruppe Inzigkofen unterhält seit10 Jahren ein Bauernmuseum in der früheren Zehntscheuer des Klosters Inzigkofen. Bäuerliche Geräte und Maschinen des 19. Jh. werden ausgestellt, sowie bäuerliche Wohneinrichtungen.

Heimatgeschichtliche Lehrtafeln an historischen Stätten wurden entlang der Wanderwege aufgestellt. Sie geben den Wanderern Informationen über Geschichte von früheren Burgen, von Kapellen, geologischen Besonderheiten u.a.

Erfassen und Dokumentieren von Kleindenkmalen“  im Landkreis Sigmaringen.                  

Die Organisation liegt in den Händen des Schwäbischen Albvereins.

An der Aktion waren 56 Mitarbeiter beteiligt, sie haben Kleindenkmale erfasst, dokumentiert und kartiert. Im Landkreis Sigmaringen standen die Zeugnisse der Volkfrömmigkeit- Feldkreuze, Bildstöcke, Kapellen- im Vordergrund. Insgesamt wurden 1042 Feldkreuze, 124 Bildstöcke, 51 offene Kapellen, 23 Grotten, 7 Kreuzwege registriert. Hinter jedem Feldkreuz steht eine Geschichte. Sie wurden zur Ehre Gottes, aus Dankbarkeit glücklicher Heimkehr, der Bitte um Schutz vor Krankheit, Ungewitter, Hagel errichtet. 70 Gedenksteine und 29 Kriegerdenkmale wurden aufgenommen, daneben Brunnen, Quelltöpfe, Keller, Brücken, Hochbehälter, Fallenstöcke, Mühlräder u.a.

Landrat Dirk Garte dankte allen Mitarbeitern für die ehrenamtliche Arbeit. Frau Martina Blaschka überbrachte die Grüße des Präsidenten Prof. Dr. Planck vom Landesdenkmalamt und hob die gute Zusammenarbeit mit dem Koordinator Willi Rößler hervor. Frau Martina Goerlich von der Außenstelle Tübingen des Landesdenkmalamtes war über die Vielzahl und Verschiedenartigkeit der Kleindenkmale erstaunt. Vizepräsident Günter Hecht würdigte die Arbeit für den Schwäbischen Albverein. Der Kreis Sigmaringen ist damit der erste Landkreis in Baden – Württemberg der die Aktion „Kleindenkmale erfassen und dokumentieren“ flächendeckend abschließen konnte. Willi Rößler zeigte sodann in einem Lichtbildervortrag Dias der Kleindenkmale.

Kulturlandschaftspreis 2004

Der Schwäbische Albverein – Oberer Donau Gau erhielt für die Erfassung von 1722 Kleindenkmalen und 1048 Grenzsteinen im Landkreis Sigmaringen den vom Schwäbischen Heimatbund, der baden württembergischen Sparkassen-Finanzgruppe und der Sparkassenstiftung ausgesetzten Landschaftskulturpreis.

Der Preis wird vergeben an Gruppen oder Personen, die die durch Menschenhand in Jahrtausenden geschaffene Kulturlandschaft mit ihrer Tier – und Pflanzenwelt, ihrer Artenvielfalt, ihrer Vielgestaltigkeit und Schönheit, ihrer Kulturdenkmäler bewahren helfen.

Der Kulturlandschaftspreis wird am 29. Oktober 2004 in Bodnegg, Kreis Ravensburg in Anwesenheit von Minister Stächele vergeben.

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Feldkreuz in Langenbrunn

Feldkreuze, Bildstöcke, Gedenkstätten und Grenzsteine im Kreis Sigmaringen “ so heißt das Buch, das Willi Rößler verfasst hat und am 22. November 05 vor einem großen Publikum vorgestellt wurde. Landrat Dirk Gaerte begrüßte die erschienen Gäste und hob besonders die Leistungen des Autors hervor. Vizepräsident des Schwäbischen Albvereins Reinhard Wolf stellte sodann das Buch vor: Zunächst werden in dem Buch die einzelnen Artend er Feldkreuze dargestellt, das Material, den Standort, die Hintergründe. Als Beweggründe werden angegeben, dass die Sakralen Denkmale zur Ehre Gottes aus einer tiefen Religiosität erstellt wurden, aber auch als Bittkreuze, Dankkreuze, Gedenkkreuze. Bei den Bildstöcken werden vielfach Heilige dargestellt, die bei ganz bestimmten Nöten um Hilfe gebeten wurden. Weltliche, geschichtliche Denkmale finden genau Erwähnung. Letzten Endes dürfen im Dreiländerkreis Sigmaringen die Landesgrenzsteine nicht fehlen. Das Buch ist so gestaltet, dass jeweils auf einer Seite Text und Bild eines Themas abgehandelt wird.

Dreiländereck – Blindloch
Auf Veranlassung von Gaukulturwart Willi Rößler wurde von den beiden Landkreisen Sigmaringen und Tuttlingen an der Strasse Buchheim – Beuron eine Grenztafel aufgestellt, aus der die Grenzen der früheren Länder Baden, Hohenzollern und Württemberg ersichtlich sind. Daneben steht eine chronologische Beschreibung der Grenzverläufe.

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Grenz- und Info-Tafel

Trachtenschau des Landkreises Sigmaringen am 20.10.2007

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Heimatgeschichtliche Führungen werden angeboten.

Verantwortlich zeichnete der Willi Rößler, Am Schönenberg 7/1, 72488 Sigmaringen, Tel.: 07571-13436

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